Mehr Familienzeit

Jetzt ist Dein Kind geboren und Du stellst fest, dass es noch etwas anders gibt als Karriere, Arbeiten, Statussymbole und der ganze Schrott. Du merkst auf einmal, wie wichtig, schön und bereichernd die Zeit mit deiner Familie und deinem Nachwuchs ist.

Und jetzt? Was machst Du?

So weiter wie immer? Die 40-Stunden-Woche im Büro ertragen und auf das Wochenende hinfiebern, wenn es wieder neue Dinge zu entdecken gibt und Du endlich wieder die Welt durch die Augen eines heranwachsenden Menschen betrachten darfst?
Oder denkst Du gar über eine Reduzierung der Arbeitszeit oder einen Jobwechsel nach, um die mehr Zeit zu verschaffen?

Wie geht man jetzt mit der Situation um?

Flüchtet man sich in Ausreden wie „Ich will meinem Kind was bieten“ oder „Mein Job lässt es gerade nicht zu“?
Und woher weiß man, was überhaupt möglich ist? Man will dem Kind ja auch eine gewisse Sicherheit bieten oder zumindest ein Dach über dem Kopf und warme Klamotten, wenn es draußen mal wieder so richtig ungemütlich ist. Und natürlich Urlaub, viel Urlaub.
Aber wie soll man das ganze unter einen Hut bekommen?

Warum Zeit so wichtig ist…

Was Freiheit bedeutet, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Mit einem Kind und der voranschreitenden Entwicklung seiner Fähigkeiten und Charaktereigenschaften, gewinnt der Faktor Zeit eine ganz andere Rolle.
Auf einmal merkt man, was schon in ein paar Tagen für Sprünge gemacht werden, in denen man sich mal wenig gesehen hat. Spätestens dann stellt man fest, dass die Zeit jetzt ist. Nicht in einem Monat, wenn Ferien sind. Nicht in fünf Jahren, wenn das Kind endlich groß genug ist, so dass man spannende Fernreisen unternehmen kann. Nicht wenn man in Rente ist und sich dann in Ruhe mit den Kindern beschäftigen kann. Nein, die Entwicklung, Bindung und das Verhältnis, welches man zu seinem Kind aufbaut, all das und noch viele mehr, findet genau in diesem Moment statt.

Das wichtigste ist, dass man rechtzeitig erkennt, dass es so ist. Doch wie kommt man zu mehr Zeit?

Das ist ja bescheiden! Materielle Ansprüche minimieren

Sofern man nicht geerbt oder in den ersten Jahren seines beruflichen Lebens eine Menge auf die Seite geschafft hat, muss man auch jetzt arbeiten, um einen gewissen Standard zu halten.
Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht, wie der Standard aussehen soll/muss und wie viel man bereit ist, davon aufzugeben. Große Wohnung, teures Auto, Fernreisen und immer die neuesten Markenklamotten?

Viel Arbeiten für viel Platz, den keiner nutzt

Meist geht der größte Teil des Einkommens für das Wohnen oder das Abzahlen eines Immobilienkredites drauf. Das wäre schon mal ein Ansatz. Warum nicht die teure 4-Zimmer-120-Quadratmeter-Wohnung gegen eine kleinere tauschen?
Für viele ist das, gerade mit frisch zur Welt gekommenen Nachwuchs, unvorstellbar. Aber warum eigentlich? Sofern das Kind die erste Zeit bei den Eltern im Bett bzw. Schlafzimmer schläft und die andere Zeit da spiel, wo man sich selbst auch aufhält, kann das zu einem besseren Kontakt und einer tieferen Bildung führen, als wenn jeder sein Zimmer hat und sich alle schön aus dem Weg gehen. Warum also nicht hier als erstes Ansetzen und etwas an der Wohnsituation ändern?

Beim Kinderwagen sollte es schon ein BuggywooWhatever sein!

Wer die Erstausstattung für den Nachwuchs im Baby-Fachgeschäft kauft, ist nicht ganz dicht! Gewagte These, aber warum alles neu kaufen, wenn…

  1. das meiste eh nach ein paar Wochen nicht mehr passt.
  2. es genügend Gebrauchtes gibt, was eben nur wenige Wochen getragen wurde.
  3. die Dinge zum Teil dermaßen überteuert sind, dass man sich fragt, wer bitte 1000 EUR für einen KINDERWAGEN zahlen muss?

Wir haben am Anfang fast alles bei Kleinanzeigen oder Mammikreisel etc. bekommen und haben so, sehr sehr wenig Geld ausgegeben, da wir die meisten Sachen schon wieder verkauft haben. Und mal ehrlich, dem kleinen Minimenschen ist es vollkommen egal, ob das jetzt neu oder gebraucht, rot oder blau ist. Hauptsache es ist warm und kneift nicht im Schritt.

Und was hat das jetzt mit Zeit zu tun?

Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten Blick geht es eher um eine grundlegende Einstellung zu seinem Konsum im Kontext Familie und Kindern. Es muss nicht sein, dass mit Kindern alles teurer wird (ein bisschen vielleicht). Es hängt aber größtenteils an unseren Erwartungen und Einstellungen, ob es so sein muss.

Denn wie schon die weisen Jungs der Band Supershirt wussten…

Kauf weniger ein. Dann brauchst du weniger Geld.
Dann musst du weniger arbeiten gehen und hast mehr Zeit für dich selbst.


Foto von Markus Spiske freeforcommercialuse.net von Pexels https://www.pexels.com/de/foto/berge-natur-himmel-menschen-130111/

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